Eigentlich nähere ich mich Themen ja ganz gerne mit einem gewissen Augenzwinkern und auch Selbstironie. Oder mit Sarkasmus. Und auch wenn ich natürlich längst nicht alles gutheiße (das wäre ja noch schöner), so unterstelle ich doch eigentlich niemandem von Grund auf böse Absichten. Und kann üblicherweise Verständnis aufbringen. Aber im Moment…
Was los ist? Naja, ich habe mich ja daran gewöhnt, ein bis zwei mal im Jahr an meiner (einzigen) kleinen Cache-Konstruktion eine neue Filmdose anzubringen, weil die alte “verschlissen” ist. Nun kann man sich fragen, was an so einer Filmdose verschleißt. Okay, eine gewisse “Abnutzung” an einem Cache und seiner Tarnung, wenn beides den Gewalten von viereinhalb Jahren Wind, Wetter und Jahreszeiten sowie den Unbillen einer inzwischen etwa 200fachen Suche ausgesetzt ist, ist sicherlich normal. Aber seien wir ehrlich: Die Filmdosen sind zertrümmert.
Wie es dazu kommen kann? Ja, hier setzt noch ein Stück weit mein übliches Verständnis ein. Es gibt als Schutz vor Muggel-Zufallsfunden einen kleinen “Trick”, einen unkomplizierten und in meinen Augen eigentlich leicht zu durchschauenden Mechanismus, um an das Objekt der Begierde zu kommen. In der Folge hat die an einer Schnur befestigte Dose noch eine winzige Hürde von der Größe eines Schraubenkopfes zu überwinden. Eigentlich keine unlösbare Aufgabe, für die es als einziges Werkzeug ein klein wenig Gefühl (zum Beispiel in Form einer leichten Schüttelbewegung beim Ziehen) bedarf.
Nun ja, Geschick und Geduld oder Überlegung und Gefühl sind nun aber offenbar Tugenden, die immer weniger Cachern unter dem stetig steigenden Statistikdruck gegeben sind. Womit reagiert man auf einen Widerstand beim Ziehen? Mit mehr Zugkraft!
Nachdem mir vor drei Monaten eine für 50kg Zuglast ausgelegte Drachenschnur durchgerissen wurde, habe ich eine verstärkte Schnur verbaut. Und folgenden Hinweis in das Cache-Listing geschrieben:
Bitte den Cache gefühlvoll bergen. Krafteinsatz ist absolut nicht notwendig!
Und was ist das Ergebnis, nur wenige Wochen später? Dose Nummer 6 ist zertrümmert. Die Unterlegscheibe, an der die Schnur befestigt ist, wurde durch den Dosenboden gezerrt. (Die Schnur hat diesmal gehalten…) Und die Unterlegscheibe ist nicht unerheblich verformt.
Wieviel Kraft muss man wohl aufwenden, um eine Unterlegscheibe so zusammenzufalten?!?
*verständnisloseskopschütteln*





