geocaching fein serviert

Genuss-Cachen rund um Schwerin

mity! | 31.03.2006 15:08 Uhr | Kommentare: 1 | Kommentar hinterlassen
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am Schweriner SeeEigentlich stand ja nur ein kleines Ausflugs-, Erholungs-, Wellness-Wochenende mit Freundin und zwei Muggeln auf dem Programm. Aber natürlich fährt ein Geocacher nirgendwo hin, ohne zu eruieren, welche Caches da in der Nähe liegen. Und so richtig “well” fühlt sich der Geocacher natürlich auch erst, wenn er bei der Massage auf ein paar “Finds” zurückblicken kann. So fanden sich schließlich auf meinem Pocket PC die Beschreibungen zu 77 Caches in und um Schwerin.

Wenn man mit Muggeln unterwegs ist und ein bißchen Werbung für die eigene Passion machen will, sucht man sich natürlich ein paar Geocaches heraus, die nach toller Landschaft, spannenden Orten, raffinierten Ideen klingen. Und die nicht gerade fünf mal nicht gefunden wurden, zumal an diesem Wochenende Mitte März noch immer eine dicke Schneedecke auf dem Land lag. Also habe ich in den Tagen davor eifrig Cache-Beschreibungen gelesen, ausgewählt und konnte viel Interessantes für die Wochenendgestaltung entdecken.

So ging’s dann am Freitag Mittag los und nach erstaunlich kurzer Fahrt ab Berlin war Schwerin erreicht. Die erste Gelegenheit auf einen am Wege liegenden Geocache habe ich (dank Nachtschicht-Müdigkeit) sogar verschlafen.

Unsere Kennenlern-Runde durch Schwerin wurde “geführt” durch den Geocache “Citywalk Schwerin“. Und siehe da: Die Muggel beißen an. Ganz eifrig werden Glocken gezählt, Beschriftungen gesucht und neue Richtungsangaben vom “Eingeweihten” mit seinem kleinen Zaubergerät erwartet.

Ein kleiner Verrechner auf Seiten des Autors :oops: führte uns kurz darauf zwar in einen sehr hübschen, der Aufgabe aber überhaupt nicht zuträglichen Winkel, aber irgendwie war klar, wo wir die letzte Antwort finden müssten (schließlich waren wir noch nicht an DEM Wahrzeichen Schwerins vorbei gekommen). Doch: Oh weh! Gerüste über Gerüste verwehrten den Blick auf Decken, an denen Sterne gezählt werden sollten.

Glücklicherweise gibt es zwei Wege zu diesem Geocache: 1. Die schöne Runde durch die Stadt und 2. ein paar Fragen für eine Internet-Recherche. Und noch “glücklichererweise” hatte ich sicherheitshalber schon mal die zweite Variante ebenfalls vorbereitet ;) , so dass wir nun doch noch durch tiefen Schnee zum Final stapfen konnten. Dort konnte sich dann die Dose auch nicht lange verborgen halten und unser erstes Erfolgserlebnis war perfekt.

Auf dem Rückweg ins Hotel zog es mich samt Freundin (Codename: Uschiih) noch zur “Webcam Ostorf“, wo wir noch schnell brav mit einem weißen Blatt Papier in der Hand am Straßenrand standen und Screenshot um Screenshot auf den Pocket PC speicherten. Ich frage mich an solchen Stellen immer, was wohl die Anwohner bei solchem Anblick denken…

Am nächsten Tag stand “Landschaft” auf dem Programm. So ging es am westlichen Ufer des Schweriner Sees entlang (und vorbei :cry: an etlichen Caches) bis nach Bad Kleinen. Dort hatte ich den “Eiertunnel Cache” als muggeltauglich ausgewählt. Und wir wurden nicht enttäuscht! Mit den ausgeteilten Taschenlampen wurde in jeden Winkel dieses kuriosen Bauwerks geleuchtet, und die Freude war groß, als uns da die Koordinaten auf dem Reflektor entgegen funkelten. Dann plötzlich Kreischen, Hektik, allgemeines Ducken: Eine Fledermaus brauste uns um die Ohren! :shock: Diese begleitete uns auch ins (rasch aufgesuchte ;) ) Freie, wo sie sich dann etwas entspannter beobachten ließ, bevor sie wieder in den Tunnel entschwand. Auch die nächste Station war fix entdeckt, doch dann lockte uns das winterliche Wetter erst mal zu einem Seespaziergang (der See war tatsächlich noch immer tragfähig zugefroren - wie gesagt: Mitte März!).

Wie durch Zufall ;) endete unser Uferspaziergang direkt an der “Schwedenschanze“, einer sternförmigen Befestigungsanlage aus Zeiten des Dreißigjährigen Krieges. Während ich noch versuchte rauszubekommen, in welche Richtung mich mein GPSr schicken will und sich die Muggel die Anlage beschauten, hatte Uschiih die Dose (eigentlich ein Glas) bereits in der Hand.

TB Backpack TiggerSo ging’s dann (nun durch Bad Kleinen hindurch) zurück zum Eiertunnel, um auch diesen Cache noch zu einem Abschluss zu bringen. Gar nicht so leicht bei all dem Schnee. Eine Gruppe Rehe hatte auch gerade die Lage vor Ort gepeilt, zog sich aber umsichtig zurück. Schließlich war dann aber mit dem Gespür von Lawinenhunden doch die richtige Stelle entdeckt und wir konnten an einem bereitgelegten, ca. 12m langen “Schreibpult” die Formalitäten abwickeln. Dem mitgebrachten TravelbugBackpack Tigger” gefiel dieses Backpacker Hostel so gut, dass er gleich hier blieb.

Inzwischen doch etwas durchgefroren ging’s dann mit dem Auto weiter immer am See entlang zurück nach Schwerin, so dass wir schließlich den Schweriner See komplett im Uhrzeigersinn umrundet haben. Wieder im Hotel erwartete uns eine Tasse heißen Tees und anschließend eine wohlige Massage mit heißen Steinen…

AusblickFür den Sonntag hatten wir uns vorgenommen, noch einen Abstecher nach Wismar zu machen und ein bißchen Seeluft zu schnuppern, bevor es dann wieder zurück nach Berlin gehen sollte. Aber erst mal hatte ich noch den Cache “Zum Reppin” östlich von Schwerin angesetzt, der sich nach recht hübscher Landschaft anhörte. Und tatsächlich standen wir nach kurzem Waldspaziergang an einem wunderbaren Aussichtspunkt mit passendem Turm aus Kaiserzeiten. Dort also Informationen sammeln, Ausblick genießen und weiter zum Final. Der gestaltete sich schwieriger als erwartet. Eine dicke Lage Schnee macht die Suche halt nicht einfacher. Und die Tatsache, dass mein GPSr uns ständig eine steile Böschung rauf und wieder runter schickte, auch nicht. Aber manchmal hilft einem ja beim Geocaching auch ein bißchen Profiling des Owners. So ließ sich die Dose mit dem “Citywalk Schwerin” im Hinterkopf dann doch noch aufspüren.

Dann also weiter nach Wismar. Auf der Fahrt dorthin wurden noch mal eifrig Unterlagen gewälzt und mein Interesse fiel auf den Cache “Der Löwe von Wismar“. So wurden also erst mal alle Mitreisenden vergattert, nach einem goldenen Löwen Ausschau zu halten. Und tatsächlich: Bereits bei der Parkplatzsuche ertönte ein vielstimmiges “Da isser!” Nachdem die Altstadt dann mehrfach im Zickzack durchquert war und der Fahrer-Muggel endlich einen akzeptablen Parkplatz gefunden hatte, kam die Frage: “Wo war jetzt noch gleich der Löwe?” Doch trotz aller zur Verwirrung geschlagenen Haken war selbiger bald wieder entdeckt und wir befolgten die Cache-Anweisung:

Steht man unter dem Löwen und geht 21 Schritte in dessen Blickrichtung, steht man in/auf einem anderen Bauwerk. Dieses hat einen ziemlich eindeutigen Mittelpunkt. Stellt man sich GENAU auf diesen Mittelpunkt, schaut auf den Löwen und dreht sich dann ca. 30 Grad nach Links sieht man ein rotes Druchfahrt-Verboten Schild. Spricht man nun LAUT in Richtung dieses Schildes, lässt sich ein lustiger Effekt feststellen. (Der erwünschte Effekt ist nicht das einen die Passanten anglotzen als sei man nicht ganz klar im Kopf, obwohl das natürlich nicht auszuschließen ist und stark davon abhält was man ruft…). Wichtig: Richtige Richtung, genau in der Mitte und LAUT genug! Warum das klappt? Keine Ahnung ! Ob das absichtlich so angelegt ist? Keine Ahnung! Aber es funktioniert!

:shock: :lol: :cool: Genial! *staun*

Einer unser begleitenden Muggel konnte sich ja gar nicht mehr losreißen, egal wie die Passanten geglotzt haben. Kurios ist aber wirklich, wie exakt man stehen muss, damit’s funktioniert. Schließlich aber doch noch eifrig Schritte gezählt, beherzt zugegriffen und den letzten Cache dieses schönen Wochenendes signiert.

Was folgte war noch ein Rundgang durch Altstadt, Kirchen, Hafen, Aufwärmen bei Kaffee, schließlich noch Fischkauf und dann am Nachmittag zurück zum Auto. Als wir durch Schwerin hindurch zurück zur Autobahn fuhren fiel uns auf, dass wir nun auch an diesem Tag den Schweriner See einmal umrundet haben, diesmal entgegen dem Uhrzeigersinn. So kann man mit Überzeugung sagen: Dieses Wochenende war eine runde Sache.

Und als Geocacher muss man feststellen: Hier gibt’s viele, viele tolle Geocaches zu entdecken (mit leichtem Kribbeln habe ich bei meinen “Recherchen” auch mehrere Nightcaches rund um Schwerin gesichtet). Ich bin mir sicher, es wird hier noch mal eine Geocaching-Aktion geben. Vielleicht zusammen mit den anderen Cache-Test-Dummies…?

[Ein paar weitere Fotos gibt es übrigens bei flickr zu sehen.]

Dieser Eintrag bezieht sich auf die folgenden Geo-Daten:
Caches: GCNMCN, GCPHEQ, GCQ29W, GCKKBA, GCNXP7, GCQ95K
Koordinaten: N53° 38.009' E11° 24.823'
Finde die nächsten Geocaches um die Koordinaten

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