Mann, Mann, Mann…
Nach der ganzen Aufregung um die Schleuse in Herne haben wir nun auch in Berlin unseren kleinen Bombenfall! Der Cache Touch Down von den Himbeeren ist zur Zeit disabled, weil er lt. Log-Eintrag für eine Bombe gehalten wurde!
Okay, das Ding liegt in der Einflugschneise zum Flughafen Tegel (so wie wohl mindestens weitere 100 Caches in Berlin in irgendeiner Einflugschneise liegen). Aber das Versteck selbst war doch wohl alles andere als ein “sensibles Obejekt” (ich sag’ hier nicht mehr, denn ich bin überzeugt, dass der Cache zurückkehren wird). Und hey: Das war eine golden angemalte Vitamintabletten-Dose! Also ehrlich…
Wenn das so weiter geht, dann werden wir wohl unsere Geocaches zukünftig polizeilich registrieren lassen müssen.
Übrigens scheint das ganze aber relativ glimpflich abgegangen zu sein, weil ein Geocacher nach eigener Aussage “sozusagen da wohnt“, und Schlimmeres (also vermutlich einen “Großeinsatz”) verhindern konnte. Also Leute: Sucht Euch schon mal ebensolche Schutzengel oder Paten für Eure Caches!


am 29.04.2006 um 18:21 Uhr :
Das ist ja jetzt völlig hanebüchen… Eine Vitamintablettenrolle klingt nun wirklich nicht mehr gefährlich - und für den Flughafen ja wohl schon mal gar nicht
Rücksicht von Geocachern darauf, dass das Hobby mit der Realität kollidieren kann, halte ich für wichtig - aber das hier klingt jetzt nur noch albern
am 29.04.2006 um 19:03 Uhr :
Aber genau das macht mir in diesem Fall Sorgen!
In Herne kann man noch darüber diskutieren, dass das “Ding” etwas dubios aussah, dass der Ort nicht so glücklich gewählt war… (bei allem Verständnis und “Mitgefühl” für die Arglosigkeit des Owner).
Aber hier war der Ort harmlos und das Objekt klein und eher “unmartialisch”. Dass hier trotzdem ein Wachmann die Polizei holt, ist wirklich albern. Aber schützt das vor Ärger?
Okay, ich glaube nicht, dass das zu einer Großaktion wie in Herne geführt hätte. Trotzdem bist Du als Owner letztendlich der Dumme, oder? Und ich weiß echt nicht, wie man sich vor solchen Überreaktionen schützen soll. Nur noch rosafarbene (würde gut zu den ‘Himbeeren’ passen) Döschen, die in großen, freundlichen Buchstaben mit den Worten “Keine Panik” beschriftet sind, verstecken, am besten mit schon weiträumig ringsum angbrachten Aufklebern “Hier befindet sich ein harmloses Versteck von harmlosen Schnitzeljagd-Spielern”? Oder nur noch Büchsen im Wald vergraben (am besten Ammoboxen
)?
*ratlosdreinschau*
am 29.04.2006 um 20:14 Uhr :
Da stimme ich 100%ig zu…
Schön wäre es, wenn wir als (westliche) Gesellschaft mal wieder runterkommen könnten. Diese ganze (mindestens teilweise medieninduzierte) Terrorwahn treibt langsam immer schaurigere Blüten… Und ich fürchte, das ändert sich in der Nächsten Zeit erstmal nicht.
Naja, erstmal abwarten, denke ich. Letztlich sollte die Geocaching-Community versuchen, nicht auch noch in Hysterie zu verfallen - momentan sind das ja noch Einzelfälle. Vielleicht macht auch die WM unsere Sicherheitskräfte ein kleines Bisschen nervös…
Ich hoffe, dass hier wieder der gesunde Menschenverstand die Oberhand gewinnt!
am 03.05.2006 um 00:26 Uhr :
[…] Wow… ich ziehe den Hut. die Amerikaner haben sogar noch bessere Bombenalarme als wir. […]
am 11.05.2006 um 10:26 Uhr :
Hallo,
Ich glaube nicht das der Cache von den Himbeeren einen Bombenalarm ausgelöst hat!!!
1. Hätte so etwas irgendwo in der Presse gestanden.
2. Das Röhrchen ist immernoch an seinen alten Platz.
Ich frage mich wer auf die Idee gekommen ist das es ein Alarm gegeben hätte? Bei Herne gibt es ja wenigsten Infos zu.
Mfg Oli
am 11.05.2006 um 18:45 Uhr :
Da melden wir uns doch einfach selbst mal zu Wort.
Wir wissen direkt von einem Polizisten, daß dieser Alarm ausgelöst wurde. Allerdings war “nur” von Verdacht auf Bombenfund die Rede. Da der Polizist gleichzeitig Cacher ist, und die Meldung über Funk mitgehört hat, konnte er gleich Entwarnung geben, denn er hatte diesen Cache schon gefunden, und sofort begriffen was hier Sache ist. Nachdem der Wachmann, welcher den kleinen Container entdeckt hatte, aufgeklärt wurde, war er einverstanden, daß der Cache dort bleiben kann. Er ist ja mittlerweile auch wieder available!
Alles klar jetzt?
Gruß Udo vom Team Himbeeren
am 20.09.2006 um 19:39 Uhr :
[…] Das Geocaching in bestimmten Situationen zu Polizeieinsätzen führt, wissen wir spätestens seit den vermeintlichen Bombenfunden in Herne und Berlin. In beiden Fällen waren Muggel die Auslöser der Polizeieinsätze. Anders bei diesem Fall im englischen Bristol: Hier rief der überraschte Geocacher selbst die Einsatzkräfte zur Hilfe, denn er hatte auf der Suche nach dem Geocache Men of the Sea - GCXYBJ statt des Geocaches eine Dose voller Drogen gefunden. […]