geocaching fein serviert

Mein Erstfund, der nur (m)ein Erstlog ist …

Thomas | 18.08.2006 01:02 Uhr | Kommentare: 5 | Kommentar hinterlassen
Einsortiert in Muggel, Touren, Travelbugs

So das habe ich nun davon, daß ich andauernd mit Geocachern zusammen bin! Meine ganze Biographie muß ich umschreiben und x Webseiten ändern. Nur weil ich endlich auch mal einen Cache gelogt habe. Doch der Reihe nach …

Ganz klar - ein ursprünglicher Fischkopp wie ich, kann nur an der Ostsee den Übertritt von der Welt der Muggel in die Sphären der Geocacher vollziehen. Und meine Lieblingsinsel Rügen ist da natürlich der schönste Platz für eine solche Metamorphose. Zumal mich mity! letztes Jahr schon auf Cachetour an mir gänzlich unbekannte Orte auf Rügen geführt hat. Doch dieses Mal war es nicht mity! sondern Polxs der die Wandlung eines Muggels zum Geocacher miterleben durfte. Natürlich nicht ohne kräftig nachzuhelfen :) . Und wo kann wohl jemand der mit Nachnamen Schneider heißt, seinen ersten Geocache finden? Na ganz klar: Nur am Sieben-Schneider-Stein!

Ausgangspunkt unserer Unternehmung war der Zeltplatz Nonnewitz auf der Halbinsel Wittow zwischen Dranske und Altenkirchen. Da ich bis jetzt meinen Account bei geocaching.com nur benutzt habe, um hier ein guter Admin zu sein, galt es als erstes herauszufinden, wie nun eigentlich mein Account bei geocaching.com lautet. Trotz diverser Versuche mit verschiedenen mobilen Gerätschaften, war es mir nicht möglich, an die notwendigen Daten zu kommen. Ich muß wohl nicht erwähnen, daß diese vergeblichen Versuche zu einer gewissen Belustigung bei den Anwesenden führte: Der Admin braucht noch zehn weitere Geräte - seine fünf bringen es trotz Redundanz nicht ;) - war nur einer der Lacher, neben dem Du könntest doch aus Spamschutzgründen noch zwanzig verschiedene Accounts für diverse Anmeldungen anlegen. Letzendlich gelang es mir dann später mit Polxs-Equipment vom Nordstrand-Parkplatz aus, an die Daten zu kommen. Es wäre auch zu blöd gewesen, wenn ich den Namen, mit dem man ich meinen ersten Geocache logen wollte, nicht rausbekommen hätte. Nachdem wir also diese Schwierigkeiten gemeistert hatten, ging es endlich auf die Reise. Das Wetter war uns nicht gerade hold - sprich: es regnete in Strömen. Mit dem Auto ging es zuerst vom Zeltplatz Nonnewitz zum Parkplatz am Nordstrand. Von dort ging es dann in Regenjacken zum besagten Sieben-Schneider-Stein, in dessen Nähe der Cache Sieben Schneider Stein liegt. Begleitet wurden wir von zwei weiteren Muggels, was sich im Laufe des Nachmittags noch als sehr hilfreich erweisen sollte. Nachdem wir von der Steilküste über eine Treppe am Sieben-Schneider-Stein angekommen waren, nahm ich diesen erstmal im Zuge einer Besteigung in meinen Besitz. Es entstanden die letzten Fotos als Muggel von mir …
Danach ließen Polxs und ich unsere weiblichen Muggel-Begleiterinnen zurück und stapften durch hüfthohes Gras. Die bis hier hin noch trockenen Teile unserer Jeans verwandelten sich in jetzt endgültig in nasse Masse, die beharrlich versuchte, die Jeans nach unten zu ziehen oder durch kleben auf dem Oberschenkel das Laufen erschwerte. Und der arme Polxs mußte zusätzlich immer noch den riesen TravelbugTB Silver Chevy Nomad Concept Car” mit sich schleppen. Aber von seinem früheren Log des “Sieben-Schneider-Steins” wußte er, daß der Cache-Behälter groß genug ist, um den Travelbug aufzunehmen.

Durch das hohe, nasse Gras war der “Aufstieg” zwar etwas mühsam und rutschig - aber eigentlich auch ganz spannend - schließlich näherte ich mich meinem “Erst-Log“. Und irgendwann sagte Polxs dann nur noch zu mir: “Na such’ …“. Und der nasse Pudel - äh Noch-Muggel suchte los. Allerdings war ich bei einer Reihe von Logs der anderen Cache Test Dummies an diversen Caches dabei gewesen und so fiel es mir nicht schwer, die Box zu finden. Und dann: Auspacken und Logen! Geschafft: Ich bin kein Muggel mehr! Polxs verstaute anschließend seinen geliebten Travelbug. Dann wurde alles wieder wetterfest verpackt und versteckt. Der Abstieg war nur halb so rutschig wie vermutet - aber das kam vielleicht auch durch die Spuren unserer Vorgänger, die den Sieben-Schneider-Stein nur kurz vor uns gelogt hatten.

Zurück bei unseren Muggel-Begleiterinnen wurde ich von diesen herzlich empfangen und beglückwünscht. Zum Glück gibt es keine wirklichen Veränderungen beim Übertritt vom Muggel zum Geocacher. ;) Oder etwa doch, mity!???

Der Regen hatte mittlerweile nachgelassen und so ging es zu Fuß weiter in Richtung Kap Arkona, denn auf einem Bein kann man ja bekanntlich nur schwer stehen. Deshalb hatte Polxs noch einen zweiten Cache im Programm: Leuchtfeuer Kap Arkona. Grundsätzlich ist er zwar relativ leicht zu entdecken - aber es gibt zwei besondere Schwierigkeitsgrade:
1. Rankommen
2. und dann noch möglichst unbemerkt Logen.
Wärend es im Normalfall um die Leuchttürme vor Leuten wimmelt, halfen uns hier der Regen und die für diesen Ort touristischen Einfalls (im Sinne von Horden oder Massen) die fortgeschrittene Stunde von 18:15 Uhr - sprich: Wir waren so gut wie die einzigen Besucher. Aber: Wir kamen nicht an das kleine Ding ran!. Egal was wir auch veranstalteten, der finale Zugriff auf den Micro mißlang. Er wollte uns einfach nicht in die Hände fallen. Mit Multitool und dazugehörigem Korkenzieher arbeiteten Polxs und ich - aber der Micro war störrisch wie ein Esel. :) Als Polxs und ich schon völlig entnervt waren, kamen unsere Muggel-Begleiterinnen ins Spiel: Erst versuchte es Tina mit unseren Werkzeugen um dann doch mehr und mehr ihre Fingerfertigkeit ohne moderne Hilfsmittel a la Multitool einzusetzen. Und schwupp die wupp hatte sie den Micro nach nur einem Bruchteil unserer Versuche in der Hand. Polxs und ich logten - nicht ohne vorher nachzusehen, ob rahl nicht vor uns da war: Er war - vermutlich hat er die Runde anders herum gedreht. Tina - unsere Helferin bekam auf Grund ihrer außergewöhnlichen Tat von uns den Titel Puhl-Muckl - äh ich meine natürlich - Puhl-Muggel für herausragende Leistungen beim Finden von Geocaches zugesprochen.

So weit zur Geschichte meiner Metamorphose vom Muggel zum Geocacher. Was bleibt sind - neben dem oben schon erwähnten Ändern diverser Webseiten - die folgenden Fragen:

  • Schreibt man logen nun mit einem oder zwei “g“? Also logen oder loggen?
  • Soll der Titel “Puhl-Muggel für herausragende Leistungen bei der Unterstützung von Geocachern fester Bestandteil werden? Wenn ja, wollen wir dafür einen Preis ausschreiben?

Antworten auf diese Fragen sind als Kommentare gerne willkommen!

Euer Ex-Muggel Thomas

PS: Hier nur der Vollständigkeit halber die Links zu meinen Logs für
+ den Sieben Schneider Stein und
+ Leuchtfeuer Kap Arkona

Update (23.08.2006)
Mittlerweile hat Polxs mir die Bilder vom Log des “Sieben-Schneider-Stein” auf Rügen geschickt. Wie zu erkennen ist, war es etwas feucht. Aber das tat der guten Laune keinen Abbruch - ich würde mal sagen: Es ging “feucht-fröhlich” zu. ;)

C-T-D-Thomas beim Log seines Erstfundes am Sieben Schneider Stein
Dieser Eintrag bezieht sich auf die folgenden Geo-Daten:
Caches: GC8886, GCPFGD
Koordinaten: N54° 41.091' E13° 25.693'
Finde die nächsten Geocaches um die Koordinaten

5 Kommentare zu “Mein Erstfund, der nur (m)ein Erstlog ist …”

  • #1

    Na das hat ja ganz schön gedauert. Aber der ständige Kontakt mit Geocachern bleibt halt nicht ohne Auswirkungen. Du warst ja lange genug resistent. Aber Vorsicht - wenn man erst mal damit angefangen hat, kann es süchtig machen. Du wirst merken, wenn du irgendwo hin fährst, wirst Du zumindest gucken ob da Caches in der Nähe sind.

    Herzlichen Glückwunsch zu Deinen ersten 2 Funden.

    Grüße von der dunklen Seite der Macht

  • #2

    :grin: :grin: :grin:

    (Na, wenn ich das so lese, dann meine ich da schon die ersten Anzeichen GCF-Virus [Geocaching-Fieber] zu erkennen. Ich werde mir das mit Dir in drei Wochen - wieder auf Rügen - mal näher anschauen… :wink: Irgendwie kann ich ja inzwischen schon eine eigene Statistik aufmachen, wieviele Geocacher direkt oder indirekt durch mich infiziert wurden. :twisted: )

  • #3
    Avatar Tina meinte

    Ich hätte da auch noch das Foto “Die Eroberung des Sieben-Schneider-Steins” anzubieten. ;)

  • #4

    Ja - nehm ich. Bring’s mit wenn wir uns das nächste Mal sehen.

  • #5

    […] Vor einigen Monaten - als es die Cache Test Dummies noch nicht gab - habe ich bei dem seit gestern in neuem Gewand daher kommenden “im web gefunden” was zum Thema Taschenlampen in Geocacherkreisen geschrieben. Na eigentlich habe ich mich eher darüber amüsiert - was man mir als Fastmuggel aber verzeihen möge. […]

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