geocaching fein serviert

Sonne vs. GPS…

mity! | 08.11.2006 11:47 Uhr | Kommentare: 0 | Kommentar hinterlassen
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Sonne vs. GPSPolxs hat ja hier kürzlich schon mal darauf hingewiesen, dass zu gutes Wetter manchmal dem Geocachen abträglich sein kann… Durch eine Meldung der Zeitschrift für Amateur-Astronomie “interstellarum” bekommt sein Artikel “gutes Wetter vs. Geocachen” nun aber einen ganz realen Hintergrund.

In der “interstellarum”-Meldung vom 23. Oktober 2006 heißt es:

Experimente am Radioteleskop von Arecibo haben durch Zufall die Erkenntnis gebracht, dass die mit Sonnenflares einhergehende Radioemission der Sonne Empfänger des Global Positioning Systems stören kann: Die Frequenzen der Sonne und der Satelliten liegen bedenklich nahe beieinander. Nach einem Flare am 7.9.2005 zeigten plötzlich mehrere GPS-Empfänger verschiedener Hersteller denselben Qualitätsverlust, weil die Sonnenemission das Navigationssignal überlagerte. […]

Wissenschaftlern der Cornell University war bei Untersuchungen zufällig ein kurzzeitiger, massiver Qualitätseinbruch der empfangenen GPS-Signale aufgefallen. Für etwa 15 Minuten war dabei die Qualität der Signale (wie man sie bei den meisten Empfängern als Balkenanzeige auf der Satelliten-Seite dargestellt bekommt) um 50% reduziert.

Eine Untersuchung des Phänomens zeigte, dass alle GPS-Empfänger auf der sonnenbeschienen Seite der Erde, von denen die Forscher Daten bekommen konnten, zeitgleich den selben Einbruch zeigten. Schließlich ließ sich das Ereignis auf eine vergleichsweise schwache Sonneneruption (Flare) zurückführen.

Nun kann man also befürchten, dass es beim nächsten Maximum der Sonnenaktivität in den Jahren 2011/2012 dazu kommen kann, dass das GPS-System zeitweise (bis zu einigen Stunden) praktisch nicht mehr nutzbar ist. In einem Artikel der Cornell University wird anhand der Stärke beobachteter Sonnenflares davon ausgegangen, dass die Qualität des GPS-Signals bei einer stärkeren Eruption für mehrere Stunden um bis zu 90% reduziert werden könnte.

Im Wesentlichen machen sich die Wissenschaftler Sorgen um “kritische” GPS-Anwendungen wie z.B. in der Flugnavigation. Aber nun stelle man sich vor, man ist stundenlang die Stationen eines Multicaches abgelaufen, um dann beim Final festzustellen, dass man selbst auf einem freien Acker plötzlich keinen Empfang mehr hat… Katastrophal! :shock:

Da sich Sonneneruptionen nicht vorhersagen lassen, kann man grundsätzlich nur die aktuelle Aktivität der Sonne, wie sie zum Beispiel Freunde des Polarlichts im Auge haben, beobachten oder, wie “interstellarum” meint, es “bleibt als vorerst einziger Ratschlag, immer im Hinterkopf zu behalten, dass ein GPS-System manchmal ohne Vorwarnung versagen kann.

 

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