Kürzlich hat Thomas uns Geocacher in einem Beitrag ja schon als notorische Taschenlampen-Fetischisten geoutet. Und nun muss ich zugeben: Ja, auch ich bin befallen!
Es findet sich in meiner Ausrüstung inzwischen eine ganze Kollektion von Lampen: Von dem Notfall-Minilämpchen in Batteriegröße (reicht gerade zum Log Unterschreiben) über die auf Rotlicht schaltbare Stirnlampe (Rotlicht, weil ich als Hobby-Astronom was mit dem Begriff der Dunkel-Adaption anfangen kann…) bis zum 1W LED-Strahler (für den Reflektoren in 30m Enrfernung kein Problem sind).
Neu im meinem Ausrüstungs-Fuhrpark ist nun eine UV-Lampe! Aus konkretem Anlass gesucht (warum, werde ich doch hier nicht verraten!), bin ich bei eBay fündig geworden. Eine LED-Taschenlampe, die wahlweise mit 21 oder 41 LEDs im UV-Bereich leuchtet und mit normalen AAA-Batterien betrieben wird, soll zukünftig nicht nur Geldscheine auf Echtheit überprüfen sondern hoffentlich auch die eine oder andere “Geheimschrift” enttarnen.
Ich bin gespannt…


am 14.12.2006 um 08:41 Uhr :
Der Haken mit UV-LEDs ist nur, dass sie in einem längerwelligen Bereich strahlen als UV-Röhren. Das bedeutet in vielen Fällen, dass Du die Markierungen, die einer dieser billigen Geldscheinprüfer mit kleiner Gasentladungsröhre problemlos anzeigt, mit UV-LEDs schlichtweg nicht sehen kannst — auch nicht, wenn es viele LEDs sind: Die Wellenlänge reicht einfach nicht aus, um die Fluoreszenz aller Leuchtstoffe zu aktivieren. Außerdem gibt die LED wesentlich mehr sichtbares Licht ab, was die Leuchteffekte auch überdeckt.
Wenn man beispielsweise einen 10-Euro-Schein auf der Seite mit dem Torbogen anleuchtet, zeigt die Röhre, dass die EU-Fahne grünlich fluoresziert. Außerdem weist das Papier rote, blaue und gelbgrüne Fasereinschlüsse auf, die vielen kleinen Kringel und die Sterne links vom Torbogen leuchten rötlich.
Mit meiner UV-LED sehe ich davon nur die blauen und gelbgrünen Fasern sowie die Sterne und Kringel (die allerdings nur schwach).
Von daher ist zu hoffen, dass der Cache-Leger entsprechende Leuchtstoffe verwendet hat, die auch mit LEDs gut zu sehen sind. Ich habe recht gute Erfahrungen mit der UV-Tinte vom Elektronikhandel C. gemacht.
am 14.12.2006 um 09:07 Uhr :
Interessante Sache mit den UV-LEDs.
Noch ein kleiner Hinweis - ich weiss, ich bin pingelig
Es muss heissen “Taschenleuchte”, nicht “Taschenlampe”.
Leuchte ist das, was selbst nicht leuchtet (Halterung, Reflektoren, Kabel, Gehaeuse). Die Lampe ist das, was leuchtet, also Gluehlampe, Leuchtstofflampe etc.
So, genug geklugscheissert. Aber mein Professor hat da immer seeeeehr viel wert drauf gelegt … :-p
am 17.12.2006 um 03:08 Uhr :
@rikman:
War übrigens Fernsehstudiotechnik - jedenfalls hieß es damals so. Heute würde es wohl eher heißen: Elektronische Studiotechniken im Bereich des Fernsehens.
Nein, nein - das ist überhaupt nicht pingelig. Was korrekt ist muß man auch beim Namen nennen dürfen
Und mein Prof hat immer gesagt: Das ist kein SchwarzWeiss-Bild - sondern es ist unbunt
Übrigens suche ich in dem Zusammenhang immer noch nach einer einleuchtenden Erklärung des wirklich schönen Begriffes: WahlPflichtFach. Denn wenn ich gewählt habe, ist es ja ein Pflichtfach
So - jetzt war ich auch mal krümmelig
@Stefan:
Das muß ich mal mit meinen LED’s ausprobieren. Hast Du vielleicht irgendwo den Link zu einem Datenblatt einer Röhre?
am 17.12.2006 um 10:45 Uhr :
Tja, ein Datenblatt konnte ich leider nicht finden. Vielleicht hast Du ja bei Google & Co. mehr Glück.
Allerdings zeigt http://www.lamptech.co.uk/Documents/M3%20Spectra.htm Spektren von Quecksilber-Gasentladungsröhren bei verschiedenen Betriebsdrücken (-drucken?!?). Interessant ist hier das erste mit 0,000005 Atmosphären. Da ist das Maximum bei rd. 250 nm.
Meine UV-LEDs habe ich bei Reichelt gekauft, die auch das Datenblatt dazu bereithalten. Demnach haben die LEDs ihr spektrales Maximum bei 400 nm — also schon weitaus langwelliger, der Bereich des sichtbaren Lichtes beginnt bereits bei 380 nm. Da die LED aber kein Linienspektrum emittiert, sondern ein verteiltes (alle 20nm halbiert sich die Intensität), kommt immer noch ein gewisser Anteil „echtes“ UV durch.
Übrigens, da ich mich in puncto tragbare Lichtquellen als Endanwender sehe, bleibe ich bei der umgangssprachlich legitimierten Bezeichnung „Taschenlampe“
am 17.12.2006 um 11:43 Uhr :
@Stefan:
Danke für den Link. So auf die Schnelle konnte ich bei Google auch nichts zum Spektrum finden. Auch bei der Suche nach Schwarzlicht kam nicht wirklich was raus, daß ein ordentliches Spektrum beinhaltet hat. Na mal sehen - vielleicht noch mal in Ruhe auf die Jagd gehen.
Happy Lamp
am 19.12.2006 um 00:52 Uhr :
Auch ich muß mich mal wieder als Leuchtensammler outen. Obwohl outen kann man sich ja nur einmal. Ich habe mir neulich ein UV-LED/UV-Stift Set bei einem Ramschladen für sage und schreibe 2€ gekauft. Die Leuchte besteht nur aus einer LED, reicht aber voll aus(auch um auf Geldscheinen alles zu sehen)Mit dem beigelieferten Stift hatten wir natürlich auch schon die Idee eine Geheim-Koordinate anzubringen. Habe aber gelesen das die ‘Farbe’ aus solchen Stiften nicht lange halten soll und schon nach kurzer Zeit nicht mehr lesbar ist. Habe dies noch nicht überprüft, die Frage ist auch was kurz bei manchen Leuten ist(es gab keine Angabe dazu) Vergesst aber beim bau nicht, das nicht jeder einen solchen UV-Flagscheinwerfer besitzt. Obwohl so eine Art UV-Reflektor nicht schlecht wäre. Prüft doch mal auf was für eine Distanz die Lampe UV-Farbe aktivieren kann. Mich würde auch interessieren was ihr für die Leuchte hingeblättert habt.
Mfg Oliver(21RockerzCrew)
PS:Die LED-Leuchte von der ich neulich gesprochen habe(15.99€) habe ich diese Woche bei einer KaffeeUndTausendDinge-Kette gesehen für nur 12.99€.
am 19.12.2006 um 10:24 Uhr :
Du wirst lachen, aber das Teil hat mich stolze 1,99€ plus 8,99€ für den Versand gekostet. Dafür habe ich’s vom authentischen Hong-Kong-Zwischenhändler (mit chinesischem Namen) aus Manchester zugeschickt bekommen…
Zu Hause habe ich inzwischen alle Stellen enttarnt, in denen optische Aufheller stecken.
Wusstet Ihr übrigens, dass verkrustete Fett-Spritzer am Herd im UV-Licht grünlich leuchten?
Vielleicht wäre das ja auch eine Methode um outdoor Markierungen zu legen…
Zum ultimativen Geocaching-Praxistest (bzw. der Überprüfung meines Verdachts) bin ich leider noch nicht gekommen. Aber ihr seid hier die ersten, die von den Ergebnissen erfahren werden!
am 19.12.2006 um 12:41 Uhr :
1.99€?? Nicht dein Ernst! Nicht schlecht Herr Specht. Ich will auch eine haben. Schicke mir doch mal den Link vom Zwischenhändler.
Mfg
am 19.12.2006 um 13:33 Uhr :
Der Zwischenhändler ist der mit den vier bunten Buchstaben aus Dreilinden…
Aber ich schicke Dir per eMail mal einen Link auf ein Angebot für die entsprechende Lampe. Und wie gesagt: Da kommen noch 9€ Versand hinzu…
am 29.12.2006 um 15:11 Uhr :
Mir ist natürlich klar, dass rikman seinen Einwand weiter oben:
> Es muss heissen “Taschenleuchte”, nicht “Taschenlampe”.
nicht bierernst verstanden wissen wollte, aber ich als Schraubenzieher / Schraubendreher - Geplagter muss trotzdem kurz etwas dazu schreiben. Taschenlampen und Schraubenzieher sind im Gegensatz zu Taschenleuchten und Schraubendrehern derartig fest in unserer Umgangssprache verankert, dass sich die Fachleute meiner Ansicht nach langsam damit anfreunden sollten, diesen linguistischen Wettstreit als verloren abzuhaken
Um nicht völlig am Thema vorbei zu reden hier noch der Hinweis, dass ich vor einiger Zeit bei einer Recherche nach UV-LEDs nur welche gefunden habe, die im Bereich 370nm oder 395nm strahlen. Beides liegt noch sehr nahe am sichtbaren Violet.
am 30.12.2006 um 15:03 Uhr :
Ich darf mich hier auch outen.
), mit 10 weissen LED, 5 UV-LED und zusätzlich Laserpointer im handlichen Hosentaschenformat. Ich hoffe, der Pointer wird evtl. auch zur Peilung in freier GeoCaching-Wildbahn hilfreich sein. Wir werden sehen. Das Teil gibt es übrigens auch bei den “4 bunten Buchstaben”.
Meine neuste Errungenschaft ist eine kombinierte Leuchte (fast hätte ich Taschenlampe gesagt
Allen einen guten Rutsch, der hier bei den Koordinaten um 13.5000, 52.60000 wohl garantiert eisfrei vor sich gehen wird.
am 15.10.2008 um 17:37 Uhr :
Hallöli,
Da muss es ja mittlerweile reichlich Erkenntnis geben.
da (oder obwohl?) der Beitrag schon ewig alt ist und ich recht jung in der Szene, aber vor ähnlichem “Problem” stehe, würde ich mich noch über die angedeuteten Erfahrungsberichte freuen.
Habe konkrete Caches, bei denen UV-Licht (ich denke aufgeschrieben auf Papier in Micros - warum auch immer) benötigt wird.
Bei kurzer Suche fand ich diese “Geheimbotschaften” / “Spickerkugelschreiber” mit einer LED und bin mir nicht sicher, ob sowas ausreicht, oder ob ich lieber doch ein paar wenige Euros mehr ausgeben sollte. Ein passender Stift für gleichartige Eigenkreationen wäre natürlich auch sehr hilfreich - einer, der nicht nach 2 Tagen verblasst ist. Was haben denn die so für “Lebensdauern”?
Gruß
G.O.Kescher
PS: @Thomas: Gibt es eigentlich WahlPflichtFächer auch in OstWestfalen?
am 17.10.2008 um 20:59 Uhr :
Na dann mal ‘ne kurze Rückmeldung von mir:
Die 41-LED-Lampe aus Hongkong macht wirklich viel Licht und hat mir auch bei dem einen oder anderen Cache geholfen.
Drei “Abers”:
In der täglichen Cacher-Grundausstattung findet sich jetzt ein kleiner Geldscheinprüfer (LED Lenser), der offenbar auch über eine LED verfügt, die wirklich mehr im UV liegt.
Zur Haltbarkeit von Stiften kann ich nichts sagen…
am 25.10.2009 um 16:00 Uhr :
Was steckt hinter den verdammten vier bunten Buchstaben! Ich will nicht dumm sterben helft mir.
am 25.10.2009 um 18:19 Uhr :
Die auf dem Bild?
Also gut: Tee - Eh - Ess - Tee.
am 27.10.2010 um 08:42 Uhr :
vielen Dank für die netten Anregungen, ich bin inspiriert!