Wie ich ja berichtet hatte, gab es bei mir vor ein paar Wochen ein kleines Missgeschick, dem mein Garmin GPSMAP 60CSx zum Opfer gefallen war. Kurz zusammengefasst musste ich feststellen, dass das Gerät einen Sturz auf schottrigem Untergrund und anschließendes Überrollt-Werden duch einen PKW mit einem zerborstenen Display quittiert.
Wieder zu Hause hatte ich beschlossen, mal in Erfahrung zu bringen, was eine Reparatur kosten würde.
Also habe ich erst mal eine herzzerreißende Mail verfasst, in der ich meinen Unglücksfall beschreibe und nach Prozedere und voraussichtlichen Kosten für eine Reparatur frage. Das ganze natürlich in englisch, weil die Abwicklung von Support und Service ja über Garmin UK läuft. (Jedenfalls hatte ich aus den enschlägigen Threads im grünen Forum herausgelesen, dass man sowas lieber direkt über Garmin als über Händler oder Vertriebspartner abwickelt.)
So, dann schnell die eMail-Adresse auf der Homepage von Garmin suchen… Hmmm, nichts zu finden. Stattdessen gibt es für angemeldete User die Möglichkeit der Kontaktaufnahme über ein Webformular. Na gut, dann kopiere ich halt meinen Text da rein. Jetzt muss ich aber gleich noch sämtliche Kontaktdaten, Adressen, Telefonnummern und Seriennummer des Geräts angeben.
Nach einer Woche bekomme ich dann eine lange Mail, die mir den Garmin-Service erläutert. Zuerst mal soll ich meinen Reparaturwunsch per Mail bei Garmin melden. Dann würde ich alle weiteren Daten für ein Einschicken des Geräts bekommen.
Und dann folgt noch eine lange Erläuterung zu den Kosten bei Reparaturen außerhalb der Gewährleistung. Da heißt es dann, dass es bei Garmin eine „Flatrate-Reparatur“ gibt. Die meisten Kunden wollen natürlich im Vorfeld wissen, was der Spaß kostet. Ein konkreter Kostenvoranschlag sei aber erst nach Begutachtung des tatsächlichen Schadens möglich. Um langwierige Korrespondenzen und das Hin- und Hersenden von Geräten zu vermeiden, gibt es für jegliche Reparaturen einen einheitlichen Preis. Dabei werde das Gerät dann in einen neuwertigen Zustand versetzt. Für meinen 60er beträgt diese Pauschale etwa 150 Euro.
Das scheint mir ein fairer Preis für meinen Totalschaden. Also fordere ich die Daten zum Einsenden des GPSr an, muss aber aus rätselhaften Gründen noch mal die Seriennummer und meine Anschrift angeben, obwohl all das ja bereits in meiner Service-Anfrage steht.
Nach zwei Tagen kommt eine erneute Mail mit einer Referenz-Nummer und der Anschrift, an die ich das Gerät schicken soll. In einer Checkliste findet sich noch der Hinweis, dass ich mein Paket nicht einschicken soll, ohne dass ein „Payment Form“ beiliegt. Hmmm, habe ich nicht. Diesmal rufe ich bei Garmin UK an. Am anderen Ende der Leitung will man natürlich zuerst mal meine Referenz-Nummer wissen. Gut, liegt alles parat. Nun müssten ja eigentlich alle Daten vorhanden sein, aber der nette Herr möchte dann doch noch mal buchstabiert haben, an welche eMail-Adresse das Formular geschickt werden soll. Uff.
30 Sekunden später habe ich das Formular. Nun ja, eher ein etwas „schludriges“ Word-Dokument. Ihr wisst schon: So ein Formular, dass mit Leerzeichen und Unterstrichen formatiert ist und selbstverständlich keine Eingabefelder nutzt…
Da ich beschließe, die Seite bereits vor dem Ausdrucken mit Anschrift und Kreditkartennummer auszufüllen, habe ich im Folgenden eine halbe Stunde Arbeit, um nach der Texteingabe das Formblatt wieder in eine halbwegs strukturierte Form zu bringen.
Ja, und nun habe ich das alles in ein hübsches kleines Paket gepackt und (zu Thomas‘ Entsetzen
) als unversichertes Päckchen für knapp 9 Euro nach Großbritannien geschickt. Nun warten wir mal ab.
Ach so, in das Paket sollte ich noch einen Zettel legen, in dem ich noch mal genau beschreibe, was mein Problem mit dem Gerät ist. Ähhhh…
To be continued…


am 27.09.2007 um 14:56 Uhr :
[…] Wie mity von den Cache-Test-Dummies schreibt, scheint es eine recht lange Prozedur mit viel Schreibarbeit und Telefonanten zu sein, sein Garmin GPS Gerät direkt beim Hersteller umzutauschen. Da kann ich ihn aber insoweit beruhigen, das scheint wohl normal zu sein unter den GPS Herstellern. Denn vor einem Monat musste ich mein TomTom umtauschen, da komplett den Dienst verweigerte. […]
am 15.10.2007 um 18:49 Uhr :
Also als mein GECKO II nach Ende der Garantie seinen Geist aufgegeben hat, war nur ein Anruf bei Garmin Deutschland notwendig um das Gerät für 50 Euro zzgl.Porto und Verpackung zu tauschen.Das ganze hat nicht mal eine Woche gedauert. Top kann ich nur sagen!
am 27.10.2007 um 16:41 Uhr :
[…] So, es wird doch mal Zeit, dis Spannung um meinen eingeschickten Garmin 60CSx aufzulösen und die ganze Geschichte zu einem Ende zu bringen… […]
am 19.05.2008 um 10:54 Uhr :
[…] Dank der Cache Test Dummies kannte ich das Ziel meines Anrufs genau: Eine Nummer zum aufs Paket draufschreiben wollte ich haben, eine Nummer, die den Garmin-Leuten auf der Insel schon auf den ersten Blick sagt: Dieser Mann hat unseren Call-Center Mitarbeiter überzeugt, der hat alles geprüft - dieses Gerät müssen wir einfach heilmachen, komme was da wolle. […]
am 11.06.2008 um 13:22 Uhr :
[…] Dann aber habt Ihr da draußen mir in Mails, zwei Blogbeiträgen und vielen Kommentaren mächtig Mut gemacht (vielen Dank dafür) und nach einem Telefonat mit Garmin Europe war dann tatsächlich alles ganz einfach. Gerät einpacken, die vom Telefonsupportmann genannte Nummer aufs Päckchen schreiben und siehe da - gestern kam tatsächlich ein niegelnagelneues 60er im Küchenstudio an. Jetzt fremdel ich zwar noch ein wenig, denn der Druckpunkt am ON-Schalter ist anders und das ganze Kartengeraffel muss ich nun wegen der neuen Geräte-ID auch erneut durchspielen (eine Lizenz ist damit ärgerlicherweise verbrannt), aber im Prinzip ist nun alles gut. […]
am 20.12.2008 um 09:21 Uhr :
[…] Moment, Moment, Moment, werden jetzt sicher einige sagen. Wieso denn schon wieder eine Reparatur? Nun ja. Nachdem ich vor anderthalb Jahren ja meinen GPSMAP 60CSx durch einen blöden “Unfall” verloren hatte, gab es nun ein Problem mit meinem Nachfolge-60er. Er ging aus. Einfach so. Und immer öfter. […]