Wieder zu Hause. Schade eigentlich! Denn schön war’s bei den Dosenfischern. Und in Schwerin.
Was haben die da viel Wasser in Schwerin und drum herum. Was in Rom die Hügel sind, sind in Schwerin die Seen. Was ArDo auch zu der hübschen Serie “Schweriner Seen sehen” inspirierte. [Wem auffällt, mit welchem Wort jeder Satz in diesem Absatz beginnt, darf sich ein Wasser aus dem Kühlschrank nehmen…] Was-ser gibt es, wie wir dann an diesem Wochenende feststellen durften, aber nicht nur friedlich in See-Form herumliegend (beim Faulen See möchte man fast sagen “herumlungernd”), sondern gerne auch mal herabfallend von oben, heranpeitschend von der Seite oder aufspritzend von unten. Was man als Berliner ja so gar nicht kennt…
Und so waren Ijon Tichy, vanguard, Uschiih und ich schon das erste mal klatschnass, noch bevor wir den Dosenfischen-Festplatz auf dem Schulzenhof überhaupt erreicht hatten. Ja, wie schon in einigen Logs festgestellt wurde: Die Terrain-Wertung (im Vorfeld sicherlich von einigen - unter anderem mir - belächelt) gab es nicht geschenkt! Den netten Gesprächen, spannenden Hintergrundinfos, der tollen Live-Musik und neuen Bekanntschaften tat das natürlich keinen Abbruch. Schließlich hatten viele fleißige Helferlein hier für eine echte Wohlfühl-Umgebung und beste Versorgung gesorgt. In Erinnerung bleiben werden sicherlich die kurzweiligen Gespräche in kleiner Runde um das Lagerfeuer bei strömendem Regen mit zugeschnürten Kapuzen. Und natürlich der Live-Podcast. Der Podcast ist tatsächlich so entstanden, wie er rüber kommt: Eine völlig entspannte Plauderei. Enfach großartig!
Also: Klare Sache: Nur wegen ein paar Pfützen, muss man hier nichts ins Wasser fallen lassen.
Aber wir können auch anders! Denn am Sonntag wollten wir gleich mal die neu erworbenen Tipps und Tricks der gestrigen Gespräche rund um Schleppnetz-Einsatz, Hakentuning und Köder-Strategien in die Tat umsetzen und zünftig Dosenfischen am Ostorfer See. Und während ich noch mit einem Stöckchen im Trüben fischte (und in Kürze eine ganze Rolle Maschendrahtzaun am Haken hatte), kraxelte Uschiih gerade an passender Stelle herum, als vanguard aus der Ferne die Beute entdeckte. Also tastete sie sich ferngesteuert und ohne Sicht zur Dose. Es folgte ein “Mann die sitzt aber fest”, dann ein Plitsch und dann sahen wir nur noch das Logbuch auf dem Wasser treiben.
Nach dem ersten Schreck war das Log schnell heraus geangelt, und die ganze Raffinesse der ArDo’schen Konstruktion auch bald begriffen…
Naja, was blieb uns übrig? Bin ick also raus aus de’ Büx und rin in’n See…
Ijon Tichy hat es natürlich nicht versäumt, entsprechende mity!-Im-Schlüpper-Fotos anzufertigen… Ich bin allerdings ganz froh, dass ich vor dem Publish hier noch eine Chance des Reviewing hatte. (Was im Übrigen wahrscheinlich auch der Grund ist, warum ich mich so schnell als Freiwilliger zum Schreiben dieses Beitrags meldete…)
Mal abgesehen von der Tatsache, dass sich ausschließlich der rote Faserschreiber des FTF-Loggers in ein zartrosa Nichts auflöste (ich hatte vanguard schon vorgeschlagen zur Feier seines 400. Fundes den nun leeren ersten Platz einzunehmen und den FTF anzufechten
), hat der Cache keinen bleibenden Schaden davongetragen. Ich übrigens auch nicht…
Irgendwie waren wir ja eh völlig unvorbereitet zum Dosenfischen angereist. (Also die Taschen voller Queries, aber ohne konkrete Pläne.) Schon am Abend zuvor wurden wir am Lagerfeuer aus allen Richtungen gefragt “Na, heute noch den Ostoroschno?“ Ehrlich gesagt wusste ich nichts über das Teil außer, dass es bereits eine Legende ist. (Und, dass ich als Wessi so meine Schwierigkeiten haben, mir den Namen einzuprägen. )
Eigentlich wollten wir an dem Abend nach dem Event ja nicht mehr raus, aber als wir dann nach einem kleinen Nachtmahl und wieder halbwegs getrockneten Hosen im Gutshof Vorbeck saßen und feststellten, dass wir (okay: ich) den Rotwein vergessen hatten, da zog uns dieser Cache plötzlich doch in seinen Bann. Also wurden schnell die Taschenlampen ausgegeben, die PMR-Funken angestellt, und wieder die Stiefel geschnürt. Doch dann gleich der erste Schock: Uschiih wollte nicht mehr mit! Die Tragweite dieses herben Rückschlags kann nur begreifen, wer weiß, dass Uschiih der absolute Joker an aussichtslosen Stationen ist. Nun ja, als Humanist zwingt man natürlich niemanden - auch nicht die eigene, bessere Hälfte - hinaus in eine regnersiche, kalte Nacht.
Also sind wir zu dritt losgefahren und begannen um 23:00 unsere Expedition. Der Anfang gestaltete sich recht flüssig, obwohl hier die Taschenlampen (bzw. die Adleraugen) schon ganz schön gefordert werden. Tja und dann kam, was kommen musste: Schlechte Vorbereitung, fehlendes Log-Studium, später Start, naive Herangehensweise und das Fehlen von Uschiih werden hier natürlich nicht verziehen… So haben wir dann nach einer einstündigen “Wir-Betrachten-Station-4-Meditation” kurz vor 02:00 aufgegeben. Immerhin: Mein schon den ganzen Tag gebetsmühlenartig vorgetragenes “Das reißt noch auf!” wurde wahr, und wir konnten Station 4 unter einem traumhaften, sternklaren Himmel betrachten.
Jetzt, wo ich die Logs gelesen habe, ist mir natürlich klar, dass die meisten Teams hier etwa anderthalb Stunden verbracht haben. Hätte ich gewusst, dass uns nur noch eine halbe Stunde fehlte… Ich hoffe, die Zeit wird beim nächsten Besuch angerechnet. Denn wir kommen wieder. Ist doch Ehrensache…
Denn offenbar ist nicht nur Berlin eine Reise wert, sondern ganz besonders auch Schwerin. Darum lasst uns doch hier eine Geocacher-Achse Berlin-Schwerin schmieden! So mit Austausch-Programmen, regelmäßigen Besuchen und dem einen oder anderen Lost-Place-Cache auf dem Weg dazwischen…


am 08.04.2008 um 20:45 Uhr :
Lasst uns die zarte Bande zwischen der großen Stadt und ihrer kleinen, tausendschönen Schwester zu einem festen Strick machen, Beelitz sei mit uns wie Ostoroschno, die Lichter der Empfänger seien unsere Leuchtfeuer in vielen Nächten.
(Wenn das mal jemand aus dem Zusammenhang reißt und für ernst verkauft, sind die Geocacher absolut unten durch. Definitiv. Zwangsjacke.)
Eigentlich wollte ich sagen: Danke! Ganz Deiner Meinung. Und über das von Thomas angesprochene Sommerevent müssen wir dann auch mal reden…
am 09.04.2008 um 22:47 Uhr :
[…] Ein weiteres Thema: Members-Only-Caches. Was haltet ihr davon, habt ihr schon welche gemacht/gelegt und was soll das eigentlich? Uns hat sich auch nach reichlicher Diskussion der Sinn nicht so richtig erschließen können. Mystphi hat in einem Log zu Down Under eine Begegnung mit zwei Polizisten geschildert. Sehr interessant, unterhaltsam und auch lehrreich, was den Umgang mit Muggels betrifft. Caches, die man an bestimmten Orten nicht legen kann, weil sie gegen die Regeln von Groundspeak verstoßen würden, diskutieren wir ebenso wie Cache-Empfehlungslisten. Eine solche Empfehlung bzw. sogar ausgearbeitete Tour gibt es von hhhl. Was haben wir noch? Ach richtig: Das Wachpersonal am Cache will nach Tarif bezahlt werden, mity! ging baden, Touren gemeinsam planen, Audio-Feedback von p!x3l…. […]
am 14.04.2008 um 10:25 Uhr :
[…] Natürlich nicht ohne zu sagen, dass weder das Event noch etwas Anderes trotz Regen ins Wasser gefallen oder sonst irgendwie Baden gegangen ist. So etwas gab es zwar auch in Schwerin - allerdings erst einen Tag später […]