geocaching fein serviert

Beim 400. war die Luft raus

*roy* | 21.08.2008 10:37 Uhr | Kommentare: 4 | Kommentar hinterlassen
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Ja so kann es manchmal gehen. Eigentlich wollte ich hier von meinem 400. Fund berichten und ein wenig auf 4 Jahre geocaching zurück blicken aber es sollte ganz anders kommen. ;-)

Ich habe mir eine kleine Runde mit Tradis (ohne Mikros) zusammengestellt, um endlich die 400 zu erreichen. Also GPX-File rein in den Garmin, ab aufs Fahrrad und los. Die Eschmarer Mühle und das Fishers Paradise waren schnell erledigt, zum nächsten Cache ging es in nur 3 Km Luftlinie. Leider hielt die Gegend einige Hindernisse bereit: Autobahnen, Flüsse und Bahngleise. So musste ich erst Sieg-aufwärts unter der A59 durch, dann unter der Bahntrasse Rechte Rheinstrecke auf der Bahnbrücke über die Sieg wieder unter der A59 durch und dann über die A565 zum nächten Cache Geislar puh 7,8 Km später war ich dann da. Ein wenig dörflich sah das hier schon aus! Die Dose war schnell gefunden und Wuffi war auch kein Problem. Jetzt sollte er also kommen der 400. Fund. Ich war irgendwie ein bisschen aufgeregt. Also das Fahrad schön am Zaun der örtlichen Tennisanlage abgestellt und ab ins Zielgebiet. Ein beherzter Griff und ich hatte eine Munitionskiste in der Hand, ein würdiger großer Jubiläumscache zwischen den ganzen Mikros. Noch ein klein bisschen euphorisch habe ich mich dann auf mein Fahrrad geschwungen,aber irgendwas war komisch das machte doch sonst nicht so seltsame Geräusche. Leider hatte sich irgendwie die Luft aus meinem Hinterrad verflüchtigt! Wie und warum war mir völlig unklar.

luftraus

Da stand ich nun in Geislar (einem Stadtteil der ehemaligen Hauptstadt Bonn) am Sportplatz und kam mir vor wie in der tiefsten Provinz. Die nächste Tankstelle war laut meinem Garmin 1,4 Km entfernt, es war niemand auf der Strasse unterwegs, es fehlten eigentlich nur noch Steppenläufer die über die Strasse geweht wurden, um die Wild West Romantik perfekt zu machen. Meine Brieftasche beherbergte ca. 1,50 Euro, das reichte weder für ein Busticket noch für einen neuen Fahrradschlauch oder Flickzeug, und 5,3 Km Luftlinie zu meiner Homebase können sehr lang werden, wenn auf dem Weg Autobahnen, Bahntrassen und Flüsse liegen. Ich musste also einen Geldautomat oder ein bisschen komprimierte Luft finden und hoffen das kein Loch im Schlauch ist. Also ging ich mit meinem Fahrrad an meiner Seite los. Nach einigen Minuten tauchte im “Zentrum” des kleinen Dorfes doch glatt ein kleiner Kiosk auf, der sogar offen hatte. Damit es nicht ganz so doof aussah erwarb ich ein Kaltgetränk, bevor ich die nette Dame hinter dem Tresen nach einem Geldautomat oder einer Autowerkstatt fragte, ohne wirklich daran zu glauben, dass es sowas hier überhaupt gibt, Geldautomat: Fehlanzeige! Aber zu meiner Überraschung gab es ganz in der Nähe den örtlichen Hinterhofgebrauchtwagenhändler mit angeschlossener Werkstatt, an der ich dann fast vorbei gelaufen wäre, wenn ich nicht noch mal vorsichtshalber einen vorbeifahrenden Rentner gefragt hätte. Um es kurz zu machen: Ein freundlicher älterer Herr mit Kölner Dialekt spendierte mir Luft, die fast so schnell mit einem leisen Pfeifen entwich wie sie rein gepumpt wurde, ich bin glatt 200m damit gekommen. Also dann doch nach Hause laufen.

HandyTicket

Aus reiner Neugier warf ich noch einen Blick auf den Busfahrplan und entdeckte folgenden Satz: “Einfach, bequem und modern - Das HandyTicket” das war meine Rettung. Vor “Einfach, bequem und modern” hat der liebe “Web-Gott” das registrieren gesetzt. Nachdem ich das Programm auf mein Handy geladen hatte und einige persönlichen Daten wie: Name, Mobilnummer, Kontonummer, Adresse, Personalausweisnummer und weitere Infos angegeben hatte erhielt ich den Registriercode per SMS. Jetzt war ich stolzer Besitzer eines Accounts beim Handyticket. Und das hat nur lächerliche 20 Minuten und einen verpassten Bus gedauert. Der Rest war dann ganz einfach, ein Ticket für mich eins für mein “krankes” Fahrrad und auf den nächsten Bus gewartet. Der Busfahrer kannte glücklicherweise die moderne Form des Fahrscheines und so war die Heimreise dann kein Problem.

Was habe ich heute gelernt:
In der modernen Welt kann man Busfahrkarten per Handy kaufen.
Not-Zehn-Euro und Flickzeug sind von Vorteil, wenn man Rad fährt.
Luftlinie ist ist irgendwie immer kürzer.
Und Bonn ist ein Dorf!

Kurze
Zusammenfassungen des Tages:

1x Fluss überquert
2x Bahntrasse unterquert
3x Autobahnen über/unterquert
4 Caches gefunden
5,3Km Luftlinie von den Homekoordinaten
14 km mit dem Fahrrad
20 Min. registrieren beim Handyticket
2,30 Euro Fahrkarte für mein Fahrrad
3,20 Euro Fahrkarte für mich
6,45 Euro neuer Schlauch

Alles in allem hat der 400. sehr viel Spaß gemacht.

Dieser Eintrag bezieht sich auf die folgenden Geo-Daten:
Caches: GC1A20T, GC1DQ6W, GC18X0C, GC1B3A1, GC1A0N0
Koordinaten: N50° 45.757' E07° 7.650'
Finde die nächsten Geocaches um die Koordinaten

4 Kommentare zu “Beim 400. war die Luft raus”

  • #1
    Avatar Ferdinand meinte

    Schöner Artikel! Glückwunsch zur 400 :)

  • #2

    :razz: Hoch soll er leben, hoch soll er leben, 400-mal hoooch! :razz:

    Ick jratuliere zu Numma 400 und zum ersten Beitrach seit… ach seit watt weeß ick wann.

    War sehr kurzweilig. Hat mich ein bißchen an ein persönliches Erlebnis im Potsdamer Wildpark erinnert, wo ich einen halben Tag lang gegen einen schleichenden Plattfuß kämpfte - 5km jenseits der Zivilisation und etwa 30km von meiner “Homebase” entfernt.

    Ach, und: In Bonn kann man sein Fahrrad im Bus mitnehmen?!? :shock:

  • #3

    Ja aber du warst wirklich in der Wildnis ich war Luftlinie 5 Km vom Stadtzentrum Bonn entfernt und kam mir vor wie auf einem anderen Planten.

    Ach ja auf dem Dorf darf man auch das Fahrrad mit in den Bus nehmen ;-)

  • #4

    Auch von mir noch mal allet jute zum 400. :)

    Was es nicht alles so gibt.
    Ich habe gerade entdeckt, das mein Telefon von Hause aus schon ein Barcodeerkennung mitbringt. Da kann ich ja jetzt ordentlich Caches machen, die dieses Thema zum Inhalt haben. ;)

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