…möchte ich hier noch, bevor es mit dem Korsika-Erfahrungsbericht weiter geht. Und zwar für den Reparaturservice von Garmin Deutschland!
Moment, Moment, Moment, werden jetzt sicher einige sagen. Wieso denn schon wieder eine Reparatur? Nun ja. Nachdem ich vor anderthalb Jahren ja meinen GPSMAP 60CSx durch einen blöden “Unfall” verloren hatte, gab es nun ein Problem mit meinem Nachfolge-60er. Er ging aus. Einfach so. Und immer öfter.
Es fing vor etwa vier Wochen an. Bei Erschütterung wurde sporadisch das Display blass, und dann war der 60er aus. Was anfangs nur nervig war, verstärkte sich zusehends und führte dazu, dass das Gerät schließlich in der Fahrradhalterung gar nicht mehr nutzbar war (weil es sich da schon nach wenigen Augenblicken wieder abschaltete), und selbst beim Transport am Gürtelclip oder in der Jackentasche trat der Fehler mehrfach pro Stunde auf.
Es musste also was passieren. Nachdem ich ja meine letzte Reparatur bei Garmins Europa-Zentrale in UK durchführen ließ (mit durchaus positivem Resultat), fiel mein Blick diesmal auf Garmin Deutschland. Warum? Weil ich entdeckt hatte, dass Garmin Deutschland in ihren Hinweisen zur Reparaturabwicklung speziell darauf hinweist, man möge auch alle an das Gerät gebundenen Kartenlizenzen mit angeben. Was im Falle eines Austauschs durchaus zu einem kräftigen Argument werden kann. In meinem Fall hätte ein neues Gerät nämlich mangels freier Lizenzen auch bedeutet, dass Kartensoftware für nahezu 400€ wertlos geworden wäre. Außerdem habe ich in den einschlägigen Foren schon lange nichts Negatives über den deutschen Support gelesen.
Und so habe ich mich Montagmorgen ans Telefon gehängt und mal bei Garmins Reparatur-Hotline angerufen. Nach dem zweiten Klingeln bin ich mit einer netten Stimme verbunden:
“Mein 60er geht immer aus.”
“Batterien und Kontakte haben Sie schon mal überprüft?”
“Klar, da kann ich nichts feststellen.”
“Na, dann schicken Sie das Gerät mal her. Sie bekommen gleich eine eMail von mir, in der alles beschrieben ist…”
Ein Stunde späte stehe ich mit einem Päckchen in der vorweihnachtlichen Schlange meiner Post und verabschiede mich von meinem 60er. Und gewöhne ich an den Gedanken, bis zum neuen Jahr ohne ihn auf die Suche zu gehen…
Doch ich schaffe nur einen einzigen Cache mit meinem guten alten Magellan Meridian Platinum (wobei die Suche ohne perfekte Topokarte und nur mit Hilfe des Richtungspfeils des zugegebenermaßen einfach grandiosen 3-Achsen-Magnetkompasses des Magellan auch mal wieder Spaß macht). Aber bereits am Donnerstag liegt ein Päckchen auf meinem Schreibtisch. Darin: Mein 60er. Und ein Zettel mit der Aussage “Reparatur gemäß Herstellervorgabe, Fehler nicht mehr aufgetreten”. Bei schneller Betrachtung ist nichts Auffälliges am Gerät zu bemerken. Skepsis. Vor meinem inneren Auge spielt sich eine Szene ab: Ein Techniker öffnet mein Paket, schüttelt das Gerät, nichts passiert und es wandert wieder zurück zum Absender. Na, was die können, kann ich auch. Ich schüttele das Gerät. Nichts passiert. Hmmm.
Also schaue ich mir den 60er noch mal genauer an. Und entdecke etwas, das mir Mut macht. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, aber es macht doch den Eindruck, dass da an den Batteriekontakt-Fähnchen etwas gemacht wurde. Nachgelötet? Jedenfalls schwinge ich mich erst mal aufs Rad und fahre eine Stunde durchs verregnete Berlin. Über Kopfsteinpflaster. Über Stock und Stein. Und der 60er läuft.
Somit war das eine erfolgreiche Reparatur inlusive Hin- und Rücksendung innerhalb von drei Tagen. Als Garantierleistung.
Danke Garmin!

