geocaching fein serviert

Das Ende der Lost-Place-Caches

mity! | 17.03.2009 21:12 Uhr | Kommentare: 11 | Kommentar hinterlassen
Einsortiert in Besondere Caches, Geocacher

Naja, sicher noch nicht ganz. Und grundsätzlich haben die meisten Lost-Places ja nur eine begrenzte Lebensdauer als Cache-Locations. Nämlich zwischen der Zugänglichkeit ohne (selbst) irgendwelche Fenster auf- oder Zäune durchbrechen zu müssen und der Beräumung oder Neubebauung des Geländes. Sowas hat’s schon oft gegeben.

Aber was da im Moment passiert, hat System. Also, was ist los?

Hinter Gittern

Wie ich eben im grünen Forum entdeckt habe, hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben offenbar das Geocachen entdeckt. Und zwar nicht als neues Hobby für sich sondern als Quelle für ungebetene Besucher auf ihren Immobilien.

Konkret hat es offenbar mehrere Caches eines Owners, der mir als Lost-Place-Cache-Leger an der Ostsse schon viele schöne Stunden bereitet haben, getroffen. Sie wurden aufgrund einer Aufforderung der Bundesanstalt direkt von Geocaching.com archiviert. Und der Verdacht liegt nahe, dass es auch einen Zusammenhang mit der in der letzten Zeit recht starken Archivierungstätigkeit bei einem der Könige der Lost-Places, ‘hornesia’, gibt.

Ich möchte hier gar nicht das Anliegen und Vorgehen der Bundesanstalt an sich diskutieren. Denn rechtlich ist hier alles klar. Und sie haben sich offenbar zwar recht deutlich aber doch fair verhalten. (Als Blogger weiß man schließlich, dass schon nichtigere Gründe in Abmahnungen münden können.)

Ich wollte eigentlich nur sagen: Schade.

Kein Durchgang

11 Kommentare zu “Das Ende der Lost-Place-Caches”

  • #1

    […] …dass eine ganze Reihe Lost Places mit System und Unterstützung von Geocaching.com archiviert werden. Mist. […]

  • #2

    […] Sehr lesenswert und deshalb nur ein kurzer Linktipp: Das Ende der Lost Places von mity! bei den Cache-Test-Dummies […]

  • #3

    …da werden doch so langsam die member only caches immer interessanter…

    so long
    schnitzel

  • #4
    Avatar -jha- meinte

    Warum sehe ich jetzt schon Leute, die Liste der Caches von bestimmten Ownern durchforsten, was man noch alles mit geschickten Hinweisen dichtmachen könnte?

  • #5

    Das wird weitere Kreise ziehen…
    “Bei uns” hier ist gerade ein NABU (Naturschutzbund) Mensch die Cache in und an Höhlen am kontrollieren. Er will alle archiviert haben da es die Fledermäuse stört. Das zB einer meiner Cache lediglich 6 Besucher-Teams in den vergangenne 6 Monaten hatte ist ihm schon zu viel. Es sind auch nun schon Dosen “verschwunden”, was einen Verdacht auslöst…

    :-/

  • #6
    Avatar macmac meinte

    Selbst wenn (mal angenommen) der Staatsforst seine Wälder säubern wollte, so hätte er als Grundbesitzer das Recht dazu. Ein Blick auf die online-karten genügt und alle Tradies wären hinüber, das LogIn dürfte wohl kein Problem sein. Anspruchsvollere Multis + Mysteries sind da schon besser dran - solange Geocaching.com nicht in vorauseilendem Gehorsam Zuarbeit leistet, was ich mal nicht hoffen will. Denn das wäre das Ende dieser Plattform…
    Ich selber habe sowas natürlich noch nie getan, aber da kein Reviewer vor Ort Koords überprüft, wäre der Koordinatenschummelei dann auch Tür und Tor geöffnet, wenn sie die einzige Möglichkeit bietet, noch einen außergewöhnlichen Cache zu legen. Aber ich denke, davon sind wir noch weit weit entfernt und Geocaching.com ist so intelligent, sich entsprechen geschickt zu verhalten . Die Grundstückseigentümer haben in der Regel auch gar nicht die Zeit bzw. andere Sorgen als uns zu ärgern, oder haben sogar Verständnis.
    In einer Fledermaushöhle werde ich demnächst auch einen legen, aber dieser Multi wird so anspruchsvoll, das nur wenige hinkommen und ich werde über die brisante Winterschlafproblematik der kleinen Beißerchen deutlich aufklären. Die sind übrigens die letzten landesweit verbreiteten Tollwutüberträger in Mitteleuropa, da sollte man sich sowieso lieber fernhalten.

  • #7

    Wenn das weite Kreise zeiht bin ich mal gespannt, welches Amt/Behörde/Interessengemeinschaft noch auf die Idee kommt Caches archivieren zu lassen. Jäger sind schon dabei, fehlen nur noch Forstbeamte, Kirchen, Autobahnmeisterein, Ordnungämter,…

    Geocachen ist halt kein geheimes Hobby mehr, was keinem auffällt.

    Schade nur, dass es Lost Places erwischt hat. Rechtlich ist natürlich alles klar, aber Geocacher sind in der Regel nicht die einzigen auf solchen Geländen. Da sind da noch Metallsammler, Sprayer, Interessierte,…nur von denen ist mir keine Website bekannt, wo diese Orte alle feinsäuberlich zusammengetragen auftauchen.

  • #8

    […] Ein erstes Ergebnis gibt es auf der Seite “Bookmarklisten NRW“. Bisher finden sich dort Listen aus den Kategorien “Empfehlungen”, “Nachtcaches” sowie “Kinder- und familientaugliche Caches”. Die Lost-Places habe ich aus aktuellem Anlass zunächst nicht berücksichtigt. […]

  • #9
    Avatar Teddy-Teufel meinte

    Kaum war dieser Cache published, kamen auch schon die alten Seilschaften, getarnt als Betonierkommando. Das zeigt ganz sicher, daß ein Maulwurf recht emsig ist, er scheint sogar ne ganze Baukolonne zu haben. Naja, so sorgen die Cacher dann wenigstens auch noch für 1 Euro-Jobs. Bäh!!!

  • #10
    Avatar wuppel meinte

    Was sagt eigentlich T-Com zu den ganzen Telefon”zellen”caches?
    Na mal ehrlich, zu was anderem taugen die Dinger ja auch nicht.
    Das musste ja alles mal so enden, jede Dose liegt doch auf einem Stück Land, welches irgend jemandem gehört oder der sich dafür zuständig hält.
    Vielleicht geht noch was in internationalen Gewässern?
    Oder man mietet sich demnächst so’n kleines Dosenplätzchen.
    Lässt man ein paar Taler springen, ist das doch alles garnicht mehr so schlimm!
    Egal, wie ich die Cacher kenne, sind sie da sehr einfallsreich.
    Und wenn garnichts mehr geht, kann man immer noch auf geschützte Portale ausgeweichen oder Koordinaten werden nur noch auf Empfehlung rausgerückt oder, oder oder….ich suche halt gerne mal einen LP auf und mit Cache machts noch mehr Spaß!
    Ein echtes Armutszeugnis, sich auf die Cacher zu stürzen!
    Aber ist ja auch so einfach und man muss nicht mal raus in die gefährliche Natur, geht ja alles so schön vom PC aus!
    Vielleicht programmiert ja schon jemand eine Anti- Cacher- Software mit schönen Filtereinstellungen?
    Die ganze Sache ist ärgerlich und ein Vergleich zur Antivirensoftware, die den Viren den Kampf angesagt hat und diese dadurch nur eine neue “Qualität” bekommen haben sei an dieser Stelle einmal erlaubt, auch wenn die Cacher keine Viren verbreiten und verhältnismäßig wenig Schaden anrichten.
    Ich finde die Cacher passen schon ganz gut untereinander selbst auf und wenn jemand meint, einen Cache auf Privatbesitz (ohne Erlaubnis), schützenswerten Objekten oder gar Rückzugsgebieten geschützter Arten legen zu müssen, wird seine Archivierung nicht lange auf sich warten lassen. Soviel Eigenverantwortung muss man uns zugestehen.
    In diesem Sinne - Happy Caching!

  • #11

    Gute Nacht, liebe Lost Place Caches!…

    LPC-Freischaltung abgelehnt. Eine “Reviewer Note Conversation”…

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