geocaching fein serviert

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mity! Ein später Dienstag Abend im August 2004. Seit einem Jahr besitze ich einen Magellan Meridian Platinum GPS-Empfänger. Zum x-ten Mal bin ich zu Gast auf kowoma.de und versuche zu begreifen, wie GPS eigentlich funktioniert. Irgendwann lande ich in einem Kapitel, das beschreibt, was man sonst noch so mit seinem GPSr anfangen kann. „Geocaching... Hm, gibt schon verrückte Leute.“ Etwa zehn Minuten nach diesem Gedanken bin ich bei Geocaching.com angemeldet und habe festgestellt, dass es nicht weit von meiner Wohnung entfernt mehrere Caches gibt.

Es vergeht aber noch eine Woche, bis mein erster Cache gehoben wird. Mit einer gewissen Weitsicht schreibe ich ins Log: „Nun bin ich wohl infiziert: Mein 1. Cache!“

Wie wahr! Inzwischen verbringe ich einen Großteil meiner freien Zeit damit, Rätsel zu ergooglen, Waypoints auf digitalen Karten einzutragen, mit dem Rad rund um Berlin die abstrusesten Orte aufzusuchen, meine Finger an Orte zu stecken, wo sie eigentlich nie hin sollten und nicht zuletzt Logs von anderen zu lesen. Auch mindestens drei meiner Arbeitskollegen habe ich angesteckt.

Das schöne am Geocachen ist einfach, dass es so viele Leidenschaften bedient: Rätsel lösen, draußen unterwegs sein, „Lost Places“ entdecken, sich konspirativ verhalten, „Schätze“ finden und natürlich Funde in der eigenen Statistik sammeln. Das ergibt so einiges an Suchtpotenzial.

Ich gehöre zu den Cachern, die gerne über knackigen Rätseln grübeln und gerne an irgendwie spannende Orte geführt werden. Außerdem finde ich, dass ein Hint nur dann zum Einsatz kommen sollte, wenn’s nicht mehr weiter geht, und ein Spoiler (wie der Name schon sagt) halt wirklich den Spaß verdirbt, und entsprechend erst hervorgezaubert wird, wenn ich kurz vor Weinkrämpfen stehe... ;)


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